Das richtige Arbeitszeitmodell fördert das Mitarbeiterpotenzial

26. November 2012 | Von | Kategorie: Arbeit, Job und Karriere

 

Flexible den Bedürfnissen den Mitarbeitern und den Unternehmen angepasste Arbeitszeitmodelle sind der Idealfall, um allen Parteien gerecht zu werden. (Wenn hier von Mitarbeitern die Rede ist, gilt dies sowohl für Mitarbeiter wie Mitarbeiterinnen.)

Betriebsnähe ist dabei ein ausserordentlich wichtiges Element, um den Mitarbeitern entgegen zu kommen. Es ist wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis der Bedürfnisse aller Beteiligten zu finden. Das Unternehmen muss sich nach den Regeln des Marktes und den Erfordernissen der Kunden ausrichten.

Für viele Abteilungen international tätigen Unternehmen ist die Präsenz an gewissen Stellen rund um die Uhr zum absoluten Muss geworden. Service- und Beratungsabteilung sind nur Beispiele, die den Kundenwünschen entsprechend nach dem 7/24 Modell besetzt sein müssen. Solche Firmenbereiche sind in der Lage, den individuellen Wünschen der Mitarbeiter zu entsprechen.

In diesen Fällen kann das Unternehmen bei der Gestaltung der individuellen Arbeitspläne sehr flexibel auf die Wünsche eingehen, die sich nach Geschlecht und Alter der Mitarbeiter fliessend ändern können. 

Für andere Bereiche ist dank moderner Kommunikationsmittel das Arbeiten aus dem Home-Office ebenfalls eine ideale Option. Die Anbindung an das lokale Netzwerk mit der Möglichkeit von Konferenzgesprächen mit Videounterstützung gehören in den meisten Unternehmen zum Standard. Mobile Kommunikationsmedien ermöglichen eine kontinuierliche Verbindung zwischen Vorgesetzten und und Mitarbeitern, die allerdings ebenfalls geregelt sein muss. Eine klare Trennung zwischen Freizeit, Anwesenheit und eigentlicher Arbeitszeit ist sehr wichtig um ein optimales Familienleben zu gewährleisten. Eine 24-Stunden-Erreichbarkeit ist keinen falls anzustreben. 

Varianten mit Teilzeit werden heute vor allem für Frauen angeboten, so sind in der westlichen Welt 80% aller Teilzeitstellen durch Frauen besetzt. Im Zusammenhang mit der Betreuung der eigenen Kinder und der Führung eines Haushalts kommen die diese Modelle zum Tragen. Für Männer werden heute noch sehr wenige Arbeitszeitmodelle mit 60 oder weniger Prozent angeboten. Jobsharing in Kaderstellen ist nach wie vor kein grosses Thema. 

Heutige Modelle haben das schon traditionelle Gleitzeitschema zum Vorbild. Das heisst, Kernstunden sind einzuhalten, um den Kontakt zur Kundschaft, aber auch zu andern Abteilung innerhalb des Unternehmens zu ermöglichen.

In erweiterten Modellen werden Jahresarbeitszeiten berücksichtigt. Auch die individuelle Verteilung der Arbeitsstunden über einen Monat gibt dem Mitarbeiter die Möglichkeit, seine Zeit den persönlichen Bedürfnissen anzupassen, aber auch in dieser Form die Zielsetzungen des Unternehmens uneingeschränkt zu erfüllen.

Der grosse Wettbewerbsdruck fordert von den Firmen eine ständige Verbesserung der Produktivität und die kann nur mit hoch motivierten Mitarbeitern erreicht werden.

Neuartige Arbeitsmodelle basieren auf klaren quantifizierten Zielvereinbarungen. Die festgelegten Eckwerte werden von den Mitarbeitern erfüllt, ohne dass es Vorschriften bezüglich der Arbeitszeit gibt. Der Arbeitnehmer verwaltet seine gesamte Arbeitszeit in eigener Regie. Damit erspart sich der Unternehmer die aufwendigen Kontrollen von Arbeits- und Ferienstunden. Die entsprechenden Overheads entfallen damit komplett, was sicher ein Gewinn an Produktivität bedeutet.

Der Mitarbeiter trägt damit auch ein unternehmerisches Risiko, denn seine Leistungen werden dem Erfüllungsgrad entsprechend der gestellten und schriftlich fixierten Aufgaben honoriert.  

Eine wichtige Voraussetzung für diese Arbeitszeitmodelle ist das absolute gegenseitige Vertrauen und eine gute Kommunikation zwischen den beiden Parteien. In jedem Fall muss der Mitarbeiter sich bewusst sein, dass alle Beteiligten in diesen Prozess einbezogen werden müssen, um ein erfolgreiches Arbeitszeitmodell umzusetzen.

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